Aktuelles
Denkanstöße für einen kritischen Konsum

Stichwort: Umwelt

Umweltprobleme durch Produktion

Immer mehr Energieaufwand steckt in unserer Nahrung: Kunstdünger, Pestizide, maschineller Anbau, Transport und Verarbeitung.

Für 1 kg Treibhausgurken braucht man 5 l Heizöl; in eine Scheibe Toastbrot wurde wesentlich mehr Energie hineingesteckt, als unser Körper aus ihr herausholen kann. Aber auch andere Produkte für unseren täglichen Gebrauch benötigen ungeheuren Rohstoffaufwand, wie z.B. Batterien, Einweggeschirr, Wegwerfwindeln, aber auch Papier, das nicht aus Altpapier hergestellt wurde.

 

Produkte kaufen, die weniger rohstoff- und energieverschwendend sind !

oder auch Lebensmittel teilen - unter foodsharing

Umweltprobleme durch Verbrauch

Nicht nur die Industrie ist ein großer Umweltverschmutzer. Auch wir belasten die Umwelt u.a. erheblich mit unserem Gebrauch von Waren. Viele Produkte bewirken bei Benutzung Umweltprobleme: Spraydosen mit schädlichen Treibgasen zerstören die Ozonschicht. Waschmittel mit Phosphaten überdüngen unsere Gewässer, Lacke mit organischen Lösemitteln belasten direkt unsere Umgebungsluft, usw.

"Umweltfreundliche" Produkte kaufen !

Umweltprobleme durch Verpackung

Oft kostet die Verpackung mehr als ihr Inhalt; oft belastet man die Umwelt gerade durch überflüssige Verpackung mehr als durch den Gebrauch der eigentlichen Ware. Das reicht vom unnötigen Verbrauch von Rohstoffen, hohem Energieeinsatz bei der Produktion bis hin zu Problemen bei der Abfallbeseitigung.

Getränkedosenkosten mehr als ihr Inhalt, Pfandflaschen sind hier eine gute Alternative. Warum sich überall und immer Plastiktüten geben lassen (seien sie auch noch so "umweltfreundlich", wenn man eine Einkaufstasche mitnehmen kann? Wie oft sind Waren mehrfach eingepackt?

Möglichst wenig Müll einkaufen !

Zum Thema Plastik kann bei der Bundeszentrale für politische Bildung der Dokumentarfilm Plastic Planet angesehen werden.

Stichwort: Werbung

Bedürfniserzeugung

Ein Supermarkt ist darauf angelegt, dass wir mehr kaufen, als wir eigentlich wollen, dass wir Dinge kaufen, die wir überhaupt nicht brauchen.

Früher diente ein Lebensmittelladen einzig der Befriedigung unserer Bedürfnisse. Die Leere unseres Lebensstils wird überspielt mit immer noch mehr haben wollen - Haben statt Sein. Werbung zeigt uns, wie wir zu leben haben, wie wir erfolgreich sind. Sie verspricht uns mehr Freude, mehr zufriedene Gäste ...

Besser ist es, seine eigene Entscheidungsfreiheit zu nutzen und sich von Kundigen, vor allem bei Krediten und Verträgen, beraten zu lassen.

Kritisch kaufen und auf eigenes Gefühl verlassen !

Eine gute Anregung, was Bedürfnisse sind und wie wir von allem zuviel haben, findet sich in diesem Kinderbuch:

Im Quilombo sind die letzten Exemplare des Buches "Vom Zuviel und Zuwenig" von Ute Trautmann und Karin Weiss-Hohenadel eingetroffen. Die Broschüre im A4-Format erschien 1997 im Anrich-Verlag. Dieser Verlag existiert nicht mehr, der Nachfolger ist der der Verlag Beltz & Gelberg. Von dort erhielten wir die letzten Exemplare des Buches. Es kann ab sofort im Weltladen erworben werden.
Die Abbildung erfolgt mit freundlicher Freigabe durch die Autorinnen.

Stichwort: Gesundheit

Verarbeitungsgrad

Unsere Nahrung wird immer weiter verarbeitet; wir werden den ursprünglichen Lebensmitteln zunehmend entfremdet. Instantprodukte wie Suppen, Säfte, u.ä. werden meist aus Abfall anderer Produktionszweige hergestellt. Auch Dosengerichte und Tiefkühlkost sind übermäßig denaturiert; wer schmeckt aus Toastbrot noch den Weizen heraus, für wen ist Toastbrot mehr als nur Wurstunterlage?

Jede Weiterverarbeitung macht ein Lebensmittel nur für den Hersteller wertvoller, nicht aber für den, der das Endprodukt dann isst; jede Weiterverarbeitung nimmt einem Lebensmittel einen Teil seines Wertes: In Dosen- oder Instantprodukten wird man die ursprünglichen Vitamine vergeblich suchen, Zusatzstoffe beeinträchtigen Geschmack und Bekömmlichkeit, Auszugsmehle beinhalten so gut wie keine Mineralien und Ballaststoffe mehr.

Möglichst unverarbeitete Lebensmittel kaufen !

Rückstände

Chemische Rückstände in und radioaktive Belastung von Nahrungsmitteln gefährden unsere Gesundheit.

Eine Deklaration solcher gefährlichen Auswirkungen menschenfeindlicher Umweltpolitik ist dringend notwendig, wie z.B. der Anbau von Blumen für europäische Märkte in Entwicklungsländern zeigt. In einigen Naturkostläden wird dies schon praktiziert. Die konventionelle Landwirtschaft stellt durch ihren hohen Verbrauch von Düngemitteln und Pestiziden ein hohes Umwelt- und Gesundheitsgefährdungspotential dar.

Dass es auch anders geht, beweisen die BäuerInnen, die ihre Höfe nach biol. Gesichtspunkten bewirtschaften.

Hier INFOS zur deutschlandweiten `Wir-haben-es-satt´-Bewegung, welche sich für bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft engagiert

Möglichst im Naturkostladen kaufen und/oder im Kommerzhandel konsequent nach Bioprodukten fragen !

Zucker

Weißer Zucker ist eines der am meisten verarbeiteten Agrarprodukte. Zucker ist kein Lebens-, sondern nur ein Genussmittel. Schon 4- bis 6jährige nehmen im Schnitt 29 kg (!) Zucker im Jahr zu sich. Und wenn die Sucht erst einmal begonnen hat ...

Niemand wird sich erinnern, soviel Zucker aus dem Supermarkt mitzunehmen. Zucker ist versteckt in süßen Getränken, in Schokolade, Gebäck, im Fruchtjogurt, in Kindernahrung.

Ernährungswissenschaftler warnen vor dem "süßen Gift", das mit weit verbreiteten Krankheiten in Zusammenhang gebracht wird: Herzgefäßerkrankungen (Infarktgefahr!), Schilddrüsenstörungen, Gallenblasenleiden, Gicht und ganz besonders Karies.

Mit Zucker bescheiden umgehen !

Kosmetika

Die Summen, die jährlich für Kosmetika ausgegeben werden, sind beträchtlich. Riesengeschäfte werden mit dem Traum ewiger Jugend und dem Wunsch, beliebt und 'in' zu sein, gemacht. Oft macht nur der teure Markenname den hohen Preis aus. Die Sorgfalt, ob bei Salbengrundlagen auf Pestizidfreiheit geachtet wird oder sonst wie gesundheitsschädliche Stoffe enthalten sind, muss der/die Konsument/in selbst aufwenden - die Hersteller tun das selten.

Daneben werden jährlich tausende Tiere für Kosmetikversuche missbraucht - dies ist mit Sicherheit völlig überflüssig und eine grausame Tierquälerei!

Kosmetik muss vielfach dafür herhalten, unsere erzwungene wie freiwillige Unvernunft im Umgang mit unserem Körper zu übertünchen. Zuwenig frische Luft, zu intensives Sonnenbraten, durchzechte Nächte, Nikotingenuss: All das zeichnet beispielsweise unsere Haut und muss teuer ausgeglichen werden.

Selber bestimmen, was schön ist !

Saisongemäß

In den Supermärkten sind die Jahreszeiten durcheinandergeraten: Weintrauben im Frühjahr, frischer Spargel im Oktober, Erdbeeren zu Weihnachten. Es gibt fast das ganze Jahr alles, dafür haben die Jahreszeiten ihren typischen Geschmack verloren.

Wie hoch ist der Energieaufwand, der betrieben wird, um diese exotischen Früchte aus weit entfernten Ländern zu uns auf den Tisch fliegen zu lassen? Aus welchen Ländern kommen diese Waren, wo lassen wir für uns anbauen? Äpfel aus Chile, Trauben aus Südafrika, Bohnen aus dem Senegal, exotische Früchte aus Brasilien, Kenia u.a.: Unter welchen Bedingungen wurden diese Köstlichkeiten für uns produziert?

Den Jahreszeiten gemäß einkaufen !

Produzentennähe

Uns fehlt nicht nur die Beziehung zu den Waren, die wir kaufen, sondern auch die Beziehung zu den Menschen, die sie für uns produzieren. Wo bekommen wir erzählt, wer ein bestimmtes Produkt mit wie viel Arbeit für uns herstellt?

In Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften können solche Beziehungen am ehesten aufgebaut werden. Aber auch in Naturkost- oder "Eine Welt"-Läden können wir etwas über die Produzenten unserer Verbrauchsgüter erfahren.

Auf diese Weise wird unsere Nahrung wieder mehr zu dem, was sie eigentlich sein sollte: Nicht bloße Ware, sondern Lebensmittel von Menschen für Menschen.

Kürzere und/oder direktere Wege von ProduzentInnen zu VerbraucherInnen bevorzugen !

Stichwort: Gerechtigkeit

Dritte Welt

Wissen wir, in welchem Zusammenhang wir stehen, wenn wir z.B. Bananen aus Mittelamerika kaufen?

Die Saisonarbeiter auf der Plantage verdienen so wenig, dass sie ihre Familien kaum das Jahr über ernähren können. Streiks auf den Plantagen können zu Massenentlassungen führen, gewerkschaftliche Betätigung kann lebensgefährlich werden. Pestizide werden so eingesetzt, dass es oft zu Vergiftungen bei den PlantagenarbeiterInnen kommt. Kleinbauern, die vorher für den Eigenbedarf anbauten, haben ihr Land verloren, um Platz für die Plantagen zu machen.

Der Profit bleibt bei wenigen reichen Familien und multinationalen Konzernen. So verdrängt die Plantagenwirtschaft Anbaufläche für Grundnahrungsmittel, was letztlich zu Unterernährung und Hunger führt.

Ähnliches gilt für fast alle Agrarprodukte aus der sog. Dritten Welt, die für die reichen Kunden des Weltsupermarktes hergestellt werden.

"Dritte-Welt" - Produkte, wie z.B. Tee und Kaffee im "Eine Welt" - Laden kaufen

Boykott

Mit dem Kauf vieler Produkte unterstützen wir Regime, die Menschenrecht mit Füßen treten oder multinationale Konzerne, die für ihren Profit über Leichen gehen.

So riefen entwicklungspolitische Gruppen schon 1975 zum Nestlé-Boykott auf, um auf die Auswirkungen der Werbemethoden ("Nestlé tötet Babys!") dieses Konzerns hinzuweisen und dagegen zu protestieren. Oft erfährt man erst durch Medienberichte oder Aktionen von der Ausbeutung von Menschen in anderen Ländern, so z.B. von den Lebensbedingungen der Frauen und Kinderarbeiter in Entwicklungsländern, die für die Textilindustrie arbeiten. Boykott und Unterschriftenaktionen können helfen, unlautere Geschäftemacherei in Zukunft zu verhindern.

Den Konzernen zeigen, dass ihre Geschäftspolitik uns Kunden nicht egal ist!

Fleisch

Für viele bedeutet gut essen das gleiche wie viel Fleisch essen. Doch eine ausgewogene Ernährung aus vollem Getreide, Gemüse, Milchprodukten, Eiern, Früchten und nur ab und zu etwas Fleisch ist unserem Verdauungsapparat weitaus angemessener als ständig Steak.

Die Produktion von Fleisch ist eine enorme Verschwendung: Bei Futtermittelverwendung, die in Mastbetrieben üblich ist, liefern im Schnitt sieben pflanzliche eine tierische Kalorie. Das Vieh der Reichen frisst das Brot der Armen. In vielen "Dritte Welt"-Ländern wird den Bewohnern die Ernährungsgrundlage entzogen, weil Viehfutter angebaut wird oder weil Fleisch statt Getreide produziert wird.

Je weniger Fleisch, desto besser!

Sie können diese Informationen als Faltblatt herunterladen:

Faltblatt Denkanstöße (PDF)

Einige weitere Denkanstöße zur praktischen Anwendung, die auch wir versuchen so oft wie möglich umzusetzen:

Verzicht und Minimalismus

Zum Beispiel: Leben ohne Kühlschrank

Wie das funktioniert, kann hier in diesem Erfahrungsbericht nachgelesen werden. Auch die Koordinatorin des Quilombo verzichtet seit ca. 20 Jahren auf die Nutzung eines Kühlschranks. Für einen Austausch über dieses Thema kann jeder Interessierte anrufen oder einfach im Laden vorbeischauen.

Sauberes Silvester 

1. Der bittere Beigeschmack von Feuerwerk
Nicht nur gefährliche Böller aus Osteuropa, die zum Teil manipuliert sind, um die Sprengwirkung zu erhöhen, sind auf dem Markt. Die wenigsten wissen, dass Feuerwerkskörper unter menschenverachtenden Arbeitsbedingungen auch von Kindern hergestellt werden und der Umwelt schaden.
Jahr für Jahr verletzen sich Hunderte von Menschen durch den unsachgemäßen Gebrauch von Feuerwerkskörpern. Sogar Todesfälle sind zu verzeichnen. Pyrotechnische Gegenstände können sehr leicht zu einer Gefahr für den Verbraucher werden. Jedoch besteht nicht nur für den Verbraucher ein Risiko, sondern auch für den Hersteller, den Handel und für die Umwelt. Unsere Recherchen zeigen, wie auch bereits im vorigen Jahr, dass auf Feuerwerkskörper verzichtet werden sollte. Bereits in vielen Städten ist das „Böllern“ verboten. Z. B. in Mailand besteht ein Verbot auf Grund von Verletzungsgefahr für jegliches Zünden von Feuerwerkskörpern. Wer trotzdem böllert, dem drohen hohe Geldstrafen. In Paris ist Silvesterfeuerwerk bereits seit 2011 aus Sicherheitsgründen verboten. Die Feinstaubbelastung der Atemluft erreicht in deutschen Städten regelmäßig zu Silvester den Jahresspitzenwert.
Jedem ist es zwar selbst überlassen, ob er oder sie eine zusätzliche Belastung durch Verbrennen von Feuerwerkskörpern eine zusätzliche Umweltzerstörung und die damit einhergehenden Gesundheitsschäden verantworten kann, doch sollte einem auch bewusst sein, welches Leid sich hinter diesen Produkten verbirgt. Die Verwendung von nachgewiesenermaßen umweltgefährdenden Folgeprodukten wie Quecksilberchlorid, Zinnober und Cadmiumpulver als effektgebende Komponenten soll zwar vorbei sein, jedoch hat gerade Cadmium in der Umgebung von Liuyang, einer Stadt, die in China auch als die Hauptstadt des Feuerwerks bezeichnet wird, eine Spur der Verwüs tung hinterlassen. Kontaminierte Ackerflächen, krebserkrankte Menschen, kontaminierter Reis und Gemüse in der Nahrungskette sind die entsetzlichen Folgen.
2. Wir Konsumenten haben es in der Hand ...

Nirgendwo auf der Welt wird mehr Feuerwerk hergestellt als im chinesischen Hunan. Zwei Drittel der deutschen Silvesterknaller kommen von dort und hinterlassen Umweltverschmutzungen, Kranke, Tote, und unmenschliche Arbeitsbedingungen.

Es gibt in der Feuerwerksindustrie zwei Städte, die zusammen 97 % des weltweiten Handels ausmachen: Liuyang in China mit etwa 1700 Fabriken und die Feuerwerk Stadt Sivakasi im Süden Indiens im Bundesstaat Tamil Nadu mit seinen 800 Feuerwerksfabriken und ein Synonym für Kinderarbeit.
Laut der Kinderschutzorganisation „Bachpan Bachao Andolan“, deren Gründer Kailash Satyarthi ist, der den diesjährigen Friedensnobelpreis erhielt, müssen dort sogar schon 5-jährige Kinder mit den für Feuerwerkskörper benötigten gefährlichen chemischen Substanzen hantieren.
Wir VerbraucherInnen haben es in der Hand: Kaufen wir keine Feuerwerkskörper mehr, werden die Discounter diese Artikel aus ihrem Sortiment streichen. Das wäre ein Erfolg – unserer Umwelt und den Tieren zuliebe. Denn auch die Tiere leiden gerade in der Silvesternacht unter dem enormen Lärm, die diese Feuerwerkskörper verursachen.
Quellen: „Geh hin, wo der Pfeffer wächst: Reisenotizen aus Nepal und Indien“, E. Hager,bibliothekverlag; https://netzfrauen.org/2014/12/29/der-bittere-beigeschmack-vom-feuerwerk; Berliner Zeitung 29.12.07 B. Bartsch

3. Vorbild Japan ...

Zu Silvester wird gar kein Feuerwerk gemacht. Privates Böllern gilt als unfein und primitiv und den Lärm würde man seinen Nachbarn niemals zumuten.
Wenn man Feuerwerk will, so läßt man es von einem Profi planen und ausführen, so kommen wundervolle brillante Inszenierungen zustande.
Feuerwerk ist in Japan Kunst und kann nur von echten Meistern dieser Kunst ausgeführt werden. Lange Lehrjahre und viel Erfahrung sind nötig, um eine Lizenz zu erhalten.
… warum nicht auch bei uns ? Quellen: Phoenix Nagaoka, seit 1841

Eine andere Art die Welt(-karte) zu betrachten

die besondere Projektion der Peters-Weltkarte ist ab 10.7.2014 ab 19Uhr leider nicht mehr verfügbar...

 

weitere Informationen: Peterskarte FB

Ihr könnt diese Art Weltkarte bei uns im Weltladen bekommen oder beim Evangelischen Missionswerk Deutschland bestellen.

Oder auch mal "südkopfig" und eine andere Art von Nicht -Eurozentristik

 

Nestlé - Machenschaften

Beim Schlucken von "Anti-Nestlé-Pillen" (=fair&bio Schokolinsen mit Paraguay Rohrorzucker) sollten Sie sich nicht verschlucken bei:

Hier ein Interview vom mdr Figaro mit dem Journalisten Erwin Wagenhofer (z.B. ´We feed the World´ und ´Let´s make Money):

[audio:http://www.quilombo-dresden.de/wp-content/uploads/2010/01/NESTLE-Interview.mp3|titles=NESTLÉ-Interview]

Auch der Film ´Bottled Life` ist sehr aufschlussreich!

Hier ein Link zu einer Petition an die Drogeriekette dm, Waren des Nestlé-Konzerns aus dem Sortiment zu nehmen.

Weitere Infos zu der Problematik Babynahrung finden Sie hier.

Aluminium (Rohstoff Bauxit)

Indiens 84 Millionen Ureinwohner, die Adivasi, sind die Verlierer in der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung auf dem Subkontinent. Diese ernüchternde Schlussfolgerung wird durch die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) (Suchwort Adivasi eingeben) gezogen. Im neuen 42-Seiten-Bericht zur Menschenrechtslage "Die Adivasi haben keinen Grund zu feiern" wird anlässlich des 60. Jahrestages (15. August 2007) der Unabhängigkeit der ehemaligen britischen Kolonie veröffentlicht. "Nicht eine Woche vergeht, ohne dass Adivasi aus ihrem Land vertrieben werden, um Platz für riesige Bergbau-, Damm- oder industrielle Projekte zu machen", kritisiert die Menschenrechtsorganisation.
Der Reichtum an Rohstoffen in ihren traditionellen Gebieten in Zentral-Indien hat sich anstatt zum Segen zu einem Fluch entwickelt, so der Bericht. Es sind vor allem die großen Unternehmen, die die Extraktion der reichen Vorkommen an Bauxit, Eisenerz, Kohle, Uran und Mangan an
gehen. Allein im Jahr 2005 wurden 40 Vorverträge auf die Öffnung der 20.000 Hektar Adivasi-Land für Bergbau und industrielle Projekte abgeschlossen. Für große Staudämme haben mehrere tausend Ureinwohner ihr Land zu verlassen. Nur wenige der weit über zehn Millionen Ureinwohner haben eine angemessene Entschädigung erhalten, die seit der Unabhängigkeit Indiens (1947) vertrieben wurden.

Hier ein kurzer Film (auf Englisch) zu den Adivasi.

Als Ersatz für Aluminiumprodukte im Haushalt raten wir zur Nutzung von "nackten" Teelichtern (bei uns im Stammsitz aus Bangladesh als Geschenkpackung und im Internet z.B. bei Waschbär und biokema erhältlich) im Glas o.ä. statt der Aluwegwerf-Teelichter, sowie wiederverwendbare Brotdosen anstatt Alurolle.

Adivasi Faltblatt

Rezept für Adivasi-Teemischung:

2/3 Milch, 1/3 Wasser aufkochen mit Ingwer, Kardamom, Zimt, Nelke, (Palm-, Rohr-)Zucker

anschließend Adivasitee hinein (2-3min wenn anregend, länger wenn beruhigend sein soll), danach mit Sieb abseihen

Hier eine Doku zu den verschiedensten Problematiken, die Aluminium hervorbringt:

 

Kork

Als bedeutender nachwachsender Rohstoff soll er bei uns Wiederverwertung erfahren.

Seit Mitte der 90er Jahre steht während der gesamten Öffnungszeiten ein Korksammelbehälter vor der Tür bereit (siehe Abfallkallender LHD, derzeit durch Wegrationalisieren der Hauptsammelstelle "Das Abfallgut" übernehmen wir diese ökologisch wichtige Aufgabe erstmals und versuchen die nötigen 4m³ für den kostenlosen Abtransport in unserem Löbtauer Keller (wo bereits über hundert Fairhandels-Bananenkisten zum Ausborgen lagern) zusammen zu bekommen.

Wir führen Rot- und Weißweine aus Chile mit Korken

(und Rosé- und Weißwein aus Südafrika ohne Korken - leider?!).

Übrigens: ABFALLVERMEIDUNG STEHT VOR MÜLLVERBRENNUNG!

Blumen

Sie können auch einen fian-Film dazu bei uns im Stammsitz ausleihen!

zum Thema Valentinstag eine kurze Meldung von FIAN (FoodFirst Informations- & Aktions-Netzwerk):

Köln, 14. Februar 2013. Ein frischer Blumenstrauß gehört für viele zum Valentinstag dazu. Was viele nicht wissen ist, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter der Blumenindustrie vor dem „Tag der Liebe“ besonders ausbeuterischen Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind. Darauf weist die Menschenrechtsorganisation FIAN heute hin. Regierungen müssen die Einhaltung international anerkannter Arbeitsnormen besser kontrollieren, fordert FIAN daher.

Der Valentinstag bedeutet für Blumenarbeiterinnen in Ostafrika und Lateinamerika Akkordarbeit: 16 Stunden und mehr müssen sie vielerorts arbeiten, um die Bestellungen aus Europa und Nordamerika zu bedienen. Die vorgesehenen Wartezeiten nach dem Sprühen von zum Teil hochgefährlichen Pestiziden werden in den Wochen vor dem 14. Februar oft nicht eingehalten. „Die Blumenarbeiterinnen müssen dann im Pestizidnebel arbeiten – mit schwerwiegenden Folgen für ihre Gesundheit. Und das für einen Hungerlohn, erklärt FIAN-Referentin Gertrud Falk. „Das bedeutet eine Verletzungen ihrer wirtschaftlichen und sozialen Menschenrechte“, ergänzt sie.

Arbeiterinnen und Arbeiter, die sich gegen solche ausbeuterischen Arbeitsbedingungen zur Wehr setzten, riskieren oft unrechtmäßige Sanktionen ihrer Arbeitgeber. Ein aktuelles Beispiel dafür ist ein Betrieb des multinationalen Unternehmens Falcon in Kolumbien. Vor einem Jahr behielt das Unternehmen mehrere Wochen  Löhne und Sozialversicherungsbeiträge von 200 Arbeitskräften ein. Als sich sieben von ihnen daraufhin gewerkschaftlich organisierten und bei der Geschäftsführung gegen diese Behandlung protestierten, wurden 72 Gewerkschaftsmitglieder ausgesperrt.

Erst nach der Intervention von FIAN ließ das Unternehmen sie wieder an ihre Arbeitsplätze. Inzwischen hat das Unternehmen Insolvenz beantragt und die Belegschaft erneut wegen einer Rosenkrankheit – unrechtmäßig – ausgesperrt. „Regierungen müssen Unternehmen strenger kontrollieren, damit diese sich nicht so leicht über Arbeitsschutzgesetze hinwegsetzen können“, fordert Falk. „Der bewusste Konsum allein reicht nicht aus, um die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen von Blumenarbeiterinnen und Blumenarbeitern zu beenden.“

Reisen

Das Buch von Matthias Politycki "SCHRECKLICH schön?!? (...und weit und wild)" befasst sich mit den Aspekten des Reisens. Warum wir reisen und was wir dabei denken, eine kritische Philosophie.

Privat von Koordinatorin Carola Hänel gelesen, kann ein Exemplar im Quilombo ausgeborgt werden.
Das Buch hat einen festen Einband und umfasst 347 Seiten.

Matthias Politycki kommt am 12.3.18 nach Dresden zu einer Lesung in der Städtischen Bibliothek - Details demnächst auf http://www.matthias-politycki.de/termine

 

Frank Herrmann hat sein Buch FAIRreisen am 7.9., um 19.30 Uhr in der Zentralbibliothek Dresden vorgestellt. Quilombolas waren dabei.
Das Buch ist im Quilombo erhältlich.

Fair Reisen - Faltblatt EED

atmosfair - Faltblatt

Inzwischen gibt es eine gemeinnützige Gesellschaft für Zertifizierung im Tourismus, die TourCert, welche nachhaltige Tourismusunternehmen siegelt. Weitere Infos HIER.

Besonders möchten wir auf drei verschiedene faire Fahrrad Touren hinweisen:

1. Die Tour de Fair

2. Die Tour de Natur

3. Die Faire Biketour

Fair einkaufen

Die neue, 5. Auflage des Buches Fair einkaufen - aber wie? von Frank Herrmann ist erschienen und bei uns zu erwerben. Darin gibt der Autor Anregungen, wie faires Einkaufen gelingen kann.

Die Pace-Regenbogen-Fahne (Friedensfahnen.de)

Im Quilombo sind die Pace-Regenbogen-Fahnen erhältlich. Unter dem Link finden Sie Erklärungen zu den Pace-Regenbogen-Fahnen.

Die Pace-Regenbogen-Fahnen erinnern uns täglich, für den Frieden auf dieser einen Welt und gegen Kriege einzutreten.

Deshalb sind in unserer Sonderausstellung unter der Weltkarte u.a. folgende Produkte mit Regenbogen-Farben zu entdecken:
Rainbow Pfefferkörner ganz aus Südafrika

Regenbogen-Kerzen, z.B. aus Indien

Regenbogen-Taschen, aus Bangladesh und El Salvador (z.B. Jute und Baumwolle)

Regenbogen-Hängesitz, Regenbogen-Hängematte und Regenbogen-Kinder-Hängeschaukel aus Lateinamerika

Regenbogen-Geldbörsen, -Stift-Rollen und -Brillen-Etuis aus Indien, Nepal (Filz, Leder)

Regenbogen-Fußabstreicher aus Sri Lanka (Kokosfaser)

Regenbogen-Schaltücher und -Bandana aus Ecuador , Guatemala, Indien (Baumwolle, Seide)

Regenbogen-Ketten und -Armbänder, -Haargummis aus Ghana, Peru, Nepal (Filz, Recycling-Glasperlen, Holz)

Regenbogen-Jonglierbälle und Hacky sacks aus Guatemala (Baumwolle)

Regenbogen-Windspiel Sri Lanka (Kautschukholz)

Regenbogen-(Schlüssel)-Anhänger aus Kenia (Kisii-Speckstein)

Regenbogen-Display für Fingerpuppen (Regenbogendach) aus Sri Lanka (Kautschukholz)

Regenbogen-Gläser und -Krüge aus Guatemala und Indien (Recycling-Glas)

Regenbogen-Hocker aus Indonesien (Sisal, Holz)

Und anderes. Vorrätige Waren können abweichen.

Das Weltladentagthema 2010/11 und dazugehörend 2013/14 Kleinbauern säen die Zukunft:

ÖKO + FAIR = ERNÄHRT MEHR

HIER weitere Infos

HIER noch ein paar Hintergrundinfos.

Kleidung

Kleidung aus sogenannten Secondhand- oder Umsonstläden ist dem Neukauf von Kleidung aus ständigem Modewahn oder Profilierungsgründen vorzuziehen.

Die Broschüre "Wegweiser Faire Kleidung" ist bei uns im Quilombo erhältlich und informiert über Aspekte der Herstellung und des Handels mit Kleidung.

Unter der Adresse Saubere-Kleidung.de finden sich sehr viele Informationen und Aktionen für ethisch einwandfrei produzierte Kleidung.

Wer heute schon faire Kleidung tragen möchte, findet bei FairtradeKleidung.org einen Einkaufsführer mit Geschäften und Online-Shops für faire Kleidung.

Auch im Dresdner Geschäft Populi in DD-Neustadt kann man faire Kleidung kaufen.

Das INKOTA Netzwerk ruft in einer Petition die Produzenten und Händler von Schuhen dazu auf, offen zu legen, wie und wo sie produzieren und wie sie dabei die Menschenrechte einnhalten.

Wiederverwertung

um dem Überkonsum entgegenzuwirken, macht es Sinn Altes und von anderen nicht mehr "Gebrauchtes" wiederzuverwerten. In unseren Städten entwickelt sich in diesem Sinne zunehmend eine Bewegung der Tauschringe und der Umsonstläden.
Dinge, welche nicht wiederverwertbar sind, bitte z.B. beim nachhaltigen Büroversand  kaufen. Dort gibt es auch folgenden

Papierspar-Stempel

Mit diesen Stempeln können Sie nicht nur der Verschwendung von wertvollen Ressourcen wirkungsvoll begegnen, sondern auf sympathische Art und Weise gleichzeitig das Bewusstsein für ökologisches Handeln fördern!
Stempel Zeichen der Zeit
Nicht Armut oder Geiz sind der Grund, Briefumschläge erneut auf Reisen zu schicken, sondern Verstand und Umweltbewusstsein! Bevor sich also nach dem Briefe öffnen der Papierkorb mit Briefumschlägen füllt, verwenden Sie sie doch einfach wieder: Dieser Stempel ist Legitimation, Erklärung für den Absender und auffordernde Nachricht an den Empfänger zugleich. Konzept und Design: Karin R`hila.

hier ein dazu passender Artikel: "Aber bitte mit unbedruckter Rückseite!"

Upcycling

im Fair(er)en Handel nimmt auch dieses Thema weiter zu, denn Müll (Plastikverpackungen, Aludosen, etc.) fällt gerade auch in den armgemachten Ländern immer mehr an und aufgrund fehlender Recyclingstrukturen der Länder, häuft er sich "überall"! Viele Handwerksprojekte nehmen sich diese "Ressourcen" vor und z.B. solche Fahrräder kommen dabei heraus:

Dosenfahrrad

Inzwischen gibt es in unseren beiden Weltläden u.a.  Taschen aus ehemaligen Reissäcken, Körbe aus Folienresten sowie verschiedenste Fahrzeuge und Karimbas aus Dosen.

Selber (Nach-)Machen

Viele Dinge des täglichen Bedarfs lassen sich einfach selbst herstellen bzw. nachmachen - wir können auch da wiedermal von armgemachten Ländern dieser Erde lernen: z.B. Spielsachen wie der Summer, der Lumpenball, die Tablica Magica ("Zaubertreppe"), Sorgenpüppchen oder eine Zweigrassel(Ast-) . Ebenso wie in Indien als eine Alternative zu Plastiktüten mal selbst Papiertüten kleben...

 

Fische

Lebensmittel Fisch: Umweltfreundlich aus dem Meer? (Video des Bayerischen Rundfunks)

Greenpeace Fisch-Ratgeber (PDF)

Letzte Änderungen: Mittwoch, 14. November 2018, 11:53 Uhr