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Henna

Der Hennastrauch 

Es ist ein duftender, laubabwerfender Strauch oder kleiner Baum mit steifen der Wuchshöhen von 1,5 bis 8 Metern erreicht. Zum Teil befinden sich an kleineren Ästen Kurztriebe mit Stacheln, meist ist er jedoch unbewehrt. Die dünne Rinde hat eine weißliche bis gräulich-braune Farbe.

Es ist unklar, wo der Hennastrauch sein natürliches Vorkommen hat. Er wächst aber nur in warmen Zonen oder wenn Wärme zugeführt wird. Der Hennastrauch benötigt viel Licht. Er kann sowohl mit Samen oder Stecklingen vermehrt werden. Der Hennastrauch ist Schädlingen gegenüber resistent.

Hennasträucher findet man außerhalb der Oasenplantagen in vielen Innenhöfen, wo sie vor allem wegen der Blüten, die einen betörenden Duft verströmen, gezogen werden. Der Duft der Blüten wird seit Jahrtausenden im Orient geschätzt und in Parfums verwendet ("Mohammeds liebster Duft").

Nutzung

Angebaut wird Henna in Nord- und Ostafrika sowie in weiten Teilen Asiens. Aus den Blättern des Strauches wird Hennapulver hergestellt, das nur in den westlichen Industrienationen hauptsächlich zur Färbung der Haare benutzt wird. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass in der ganzen islamischen Welt Henna hauptsächlich zum Färben der Hände und Fußsohlen verwendet wird Die naturheilkundliche Anwendung der Pflanze gegen Infektionen und die Schlafkrankheit wurde bis jetzt in klinisch-kontrollierten zweifelsfreien Tests am Menschen nicht nachgewiesen. In mikrobiologischen Untersuchungen zeigte sich eine keimhemmende Wirksamkeit.

Die zu kosmetischen und rituellen Zwecken aufgebrachten Bemalungen mit Henna sind schon seit dem Altertum bekannt. So wurden in Ägypten Mumien mit Henna-Bemalungen gefunden. In Indien, dem Vorderen Orient und Nordafrika wird Henna auch heute noch bei Festtagen und Festlichkeiten wie Hochzeit und Beschneidung zu filigranen Körperverzierungen an Händen und Füßen benutzt. Man kann auch keratinhaltige Stoffe wie Wolle oder Seide damit einfärben.

Gewinnung von Henna

Henna wird aus den getrockneten und zerriebenen bzw. zermahlenen Blättern des Hennastrauches (Lawsonia inermis) gewonnen. Geerntet werden sie, indem sie von den Zweigen abgestreift werden. Um den in den Blättern enthaltenen roten Farbstoff nutzen zu können, müssen sie an einem dunklen schattigen Ort getrocknet (Sonnenlicht zerstört den Farbstoff) und zu Pulver vermahlen werden.

Je nach Qualität des Hennapulvers sowie Art und Weise der Anwendung variiert der Farbton, der auf Haut und Haar erzielt werden kann, zwischen hellem Orange und dunklem Mahagonirotbraun.

Anwendung

Dazu müssen die Blätter des Hennastrauches pulverisiert und mit warmem Wasser angerührt werden. Im Verlauf von mehreren, in der Regel sechs bis acht Stunden geht Henna dann mit eiweißhaltigen Stoffen, wie Haut, Haaren, Wolle oder Seide eine dauerhafte Verbindung ein.

Zusätze wie Wein oder Tee variieren den Farbton des Hennas nur leicht und nicht dauerhaft. In den Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens, wo Henna seit undenklichen Zeiten angewendet wird, mischt man dem Henna Indigo bei, um eine schwarze Färbung zu erzielen. (Quelle: www.wikipedia.de)

Letzte Änderungen: Samstag, 26. September 2026, 20:44 Uhr